Ein Tag auf Hiddensee

Das „söte Länneken“ wird die westlich von Rügen gelegene Insel Hiddensee genannt. Sie ist die kleine Schwester der größten Insel Deutschlands und ein absoluter Traum. Besonders Künstler zog es immer schon auf die ruhige Insel. Vor allem war Hiddensee mit seinen Dünen, Fischerkaten und Booten Motiv vieler Maler.

Hiddensee ist etwa 16,8 Kilometer lang, an der schmalsten Stelle etwa 250 Meter und an der breitesten etwa 3,7 Kilometer breit. Innerhalb des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft ist sie die größte Insel. Sie unterteilt sich in einen hügeligen, über 70 Meter hohen Nordteil (Dornbusch und der höchste Punkt ist der Bakenberg mit 72 m über Null), eine Dünen- und Heidelandschaft im zentralen und einen flachen, nur wenige Meter hohen Südteil, den Gellen.

Der private Kfz-Verkehr ist auf der gesamten Insel verboten. Für öffentliche Aufgaben und landwirtschaftliche Nutzung sind nur wenige Kraftfahrzeuge zugelassen. Dadurch ist die Insel nahezu autofrei und ein Teil der zugelassenen Fahrzeuge ist elektronisch angetrieben. Der Großteil des Personenverkehrs sowie ein Teil des Warenverkehrs werden mit Pferdefuhrwerken durchgeführt. Zwischen den Ortsteilen Grieben, Kloster, Vitte und Neuendorf verkehrt ein Linienbus der Rügener-Personennahverkehrs GmbH (RPNV). Zu erreichen ist die Insel von Stralsund sowie von Schaprode auf Rügen mit Personenfähren der Reederei Hiddensee, die in Kloster, Vitte und Neuendorf anlegen. In der Sommersaison bestehen weitere Verbindungen mit Ralswiek, Breege und Wiek. Zudem gibt es noch Wassertaxiverbindungen.

Sie möchten gern als Rügenurlauber einen Abstecher nach Hiddensee machen? Kein Problem. Busse der RPNV, mit Fahrradanhängern ausgestattet, bringen Sie Radzfatz von Ihrem Urlaubsort nach Schaprode oder Wiek, wo Sie auf eines der Schiffe der Reederei Hiddensee, einem Unternehmen der Weißen Flotte, aufsteigen und Hiddensee ansteuern. Allein am Vormittag fahren im Zeitfenster von 6 bis 12 Uhr sechs Fähren.

Sie fahren etwa 45 Minuten mit modernen Fahrgastschiffen durch den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft nach Vitte, dem Zentralhafen der Insel Hiddensee. Den kulturellen Ort Kloster erreichen Sie zu Fuß in ca. 30 Minuten, per Fahrrad oder bequem mit der Pferdekutsche. Wenn Sie den Ort in Richtung Norden verlassen, kommen Sie nach ca. 1,5 km zum Wahrzeichen Hiddensees: der Leuchtturm.

Auf dem Friedhof der gotischen Kirche in Kloster hat Literaturnobelpreisträger Gerhard Hauptmann 1946 unter einem Findling seine letzte Ruhestätte gefunden. Das Gerhard-Hauptmann-Haus, das einstige Sommerdomizil des Literaten, ist das letzte öffentlich zugängliche Künstlerhaus der Insel in unveränderter Optik. Mit großem Garten und Blick auf das Wasser wirkt das Haus märchenhaft, verträumt und strahlt die Ruhe und Gelassenheit aus, deretwegen Hauptmann dieses Gehöft so liebte. Das Haus ist im Originalzustand erhalten. Eine Ausstellung erzählt vom Leben und Werk des Schriftstellers.

Und so viel mehr gibt es auf Hiddensee zu sehen und zu erleben. Ein Ausflug hierher ist Pflicht für Rügen-Urlauber!