Rügen übernimmt Vorsitz der internationalen B7-Organisation

Rügen hat für das Jahr 2011 den Vorsitz der internationalen Organisation der sieben großen Ostseeinseln „B7“ übernommen. Dabei handelt es sich um die Zusammenarbeit der Inseln Bornholm (Dänemark), Gotland und Öland (Schweden), Hiiumaa und Saaremaa (Estland), Aland (Finnland) und der größten deutschen Insel.

Landrätin Kerstin Kassner konnte auf der Eröffnungsveranstaltung, auf der das Jahresprogramm vorgestellt wurde, zahlreiche Gäste begrüßen. „Unsere Insel ist seit vielen Jahres ein sehr aktives Mitglied der B7-Organisation. Mit unseren Partnern loten wir Möglichkeiten aus, wie wir uns als Inseln  im Ostseeraum noch besser entwickeln können und Probleme gemeinsam lösen können. Wir tauschen Erfahrungen aus, lernen voneinander, führen Projekte durch. Gerade erst im vergangenen Jahr hat Rügen mit den B7-Games, an denen junge Sportler von fast allen B7-Inseln teilgenommen hatten, ein großartiges internationales Sportereignis organisiert“, konnte die Landrätin berichten.

B7 sei auch bei der EU in Brüssel bekannt und geachtet. „Wir beschäftigen uns mit Themen, die von europäischem Interesse sind“, begründete Kerstin Kassner und verwies auf Bereiche, wie maritime Sicherheit, Umweltschutz und Jugendbegegnungen. Als B7-Präsident wird das Kreistagsmitglied Uwe Ahlers agieren. Er warf einen Blick auf die in diesem Jahr zu erwartenden Aktivitäten. „Neben den regelmäßig stattfindenden Beratungen der Inselpolitiker sind verschiedene Veranstaltungen, darunter Ausstellungen, Konferenzen, ein Jugendcamp und ein Kochkurs, geplant. Da die Fischerei auf allen Ostseeinseln von großer Bedeutung ist, werden wir uns im Mai dieser Thematik ganz speziell widmen. Wir bereiten eine zweitägige Konferenz unter dem Arbeitstitel ‚Traditionelle Küstenfischerei und EU-Fischereipolitik’ vor und werden diese in Sassnitz durchführen“, so B7-Präsident Ahlers.

Es ist das dritte Mal, dass Rügen den B7-Vorsitz in der Geschichte der Organisation, die 1989 gegründet wurde, innehat. Seit 1993 ist die größte deutsche Insel Mitglied der internationalen Kooperation. Neben den EU-politisch bedeutsamen Themen sind es vor allem auch die Arbeitsgruppen People to People und Umwelt, in denen sich die Rüganer besonders engagieren.

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